Staatliche Realschule Hilpoltstein
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Informationsabend zu den WahlpflichtfÀchergruppen

 

Die Realschule Hilpoltstein bietet vier Ausbildungsrichtungen an

Knapp 130 Eltern begrĂŒĂŸte Schulleiter Stefan Bindner am 19.02.19 zum Informationsabend zur WahlpflichtfĂ€cherentscheidung. Er blickte kurz darauf zurĂŒck, dass die Kinder vor 1 Âœ Jahren mit dem Eintritt in die Realschule Hilpoltstein bereits eine erste Entscheidung treffen mussten, welches der drei ProfilfĂ€cher sie wĂ€hlen wollten: Forscher, Kreativ oder Chor. Nun stehe Mitte der 6. Jahr-gangsstufe eine weitere Entscheidung an, nĂ€mlich die des Wahlpflichtzweiges.

Herr Bindner verglich die Möglichkeiten der Zweigwahl mit denen eines Autokaufes. Der gute Motor einer Realschule – Deutsch, Mathematik und Englisch – ist in jedem Zweig vorhanden. Nun mĂŒsse man sich gut ĂŒberlegen, welche Farbe zu einem passe und mit welcher Sonderausstattung man am besten fahren könnte. Auf die Realschule Hilpoltstein bedeute das, dass vier Ausbildungsrichtungen angeboten werden. Herr Bindner wies auf die Schnupperstunden ab 20.02.19 fĂŒr die SchĂŒler der 6. Klassen hin und darauf, dass dann bis 27.02.19 die Entscheidung fĂŒr einen der Zweige getroffen werden kann. Im Anschluss daran stellten Fachlehrer jeweils die ProfilfĂ€cher genauer vor.

Die mathematisch-naturwissenschaftlich-technische WahlpflichtfĂ€chergruppe (WPFG I)

Das Profilfach des naturwissenschaftlichen Zweigs ist Physik. „Physik bedeutet nicht, nur Formeln auswendig lernen!“, betonte Herr Sebastian Ebersberger. „Wie funktioniert die Welt?“, daran sollten SchĂŒler dieses Zweigs Interesse haben. Herr Ebersberger erklĂ€rte weiter anschaulich, dass an der Realschule die Kernbereiche der Physik, wie etwa Optik, Mechanik oder WĂ€rmelehre bis hin zur Atom- und Kernphysik behandelt werden. Im naturwissenschaftlichen Zweig haben die SchĂŒler mehr Unterrichtsstunden in Mathematik als in den ĂŒbrigen Ausbildungsrichtungen. Die Abschluss-prĂŒfung in Mathematik im Zweig I unterscheidet sich deshalb von der MathematikprĂŒfung der ande-ren Zweige. Außerdem haben die SchĂŒler des I. Zweigs in ihrer Schulzeit drei Stunden mehr Infor-mationstechnologie (IT). In diesem Fach sind auch Anteile von Technischem Zeichnen mit CAD enthalten.
GrundsĂ€tzlich gestaltet sich der Physikunterricht hĂ€ufig experimentell. Herr Ebersberger bemerkte abschließend, dass MĂ€dchen keine Scheu vor diesem Zweig haben sollten, wenn sie mathema-tisch-naturwissenschaftlich interessiert sind. Um dieses Interesse bei MĂ€dchen zu wecken, schloss sich die Realschule Hilpoltstein schon vor Jahren der MINT-Initiative an.

Die wirtschaftswissenschaftliche WahlpflichtfĂ€chergruppe (WPFG II)

Beratungsrektor Georg Marchl stellte den wirtschaftswissenschaftlichen Zweig vor. Die Unterrichts-fĂ€cher Betriebswirtschaftslehre / Rechnungswesen (BwR) und Wirtschaft und Recht stehen im Vordergrund. Im wirtschaftlichen Zweig erhalten die SchĂŒler einen Einblick in volkswirtschaftliche ZusammenhĂ€nge und erwerben Grundkenntnisse in rechtlichen Angelegenheiten im beruflichen und privaten Bereich. VorgĂ€nge in Unternehmen werden ausfĂŒhrlich analysiert und rechnerisch und buchhalterisch erfasst. Ein praxisorientierter Unterricht mit der Teilnahme an Wettbewerben, wie dem Planspiel Börse oder Betriebserkundungen zu Fertigungsunternehmen, Kreditinstituten und ein Gerichtsbesuch sind grundsĂ€tzliche Arbeitsgrundlage dieser Ausbildungsrichtung. Am Nachmittag wird zusĂ€tzlich das Wahlfach „SchĂŒlerfirma“ angeboten.

Die sprachliche WahlpflichtfĂ€chergruppe (WPFG IIIa)

Französisch stellt eine weltweit verbreitete Sprache dar, veranschaulichten Frau Sabina Kammerer und Frau Donatella Migliore. Der Französischunterricht an der Realschule orientiert sich an Alltags-themen und setzt einen besonderen Schwerpunkt auf alltĂ€gliche GesprĂ€chssituationen. So ließe sich laut Kammerer „mit Französisch das NĂŒtzliche mit dem Schönen verbinden.“ Der Französisch-unterricht gibt den SchĂŒlern durch langsames Tempo und Lernen in Form von Rollenspielen, viel Möglichkeit, sich die Sprachinhalte anzueignen. Eine Intensivierung fĂŒr die 10. Klassen findet nachmittags bei den FranzösischlehrkrĂ€ften statt. Deutschland und Frankreich sind wichtige Han-delspartner. In Deutschland sind ca. 2200 französische Betriebe angesiedelt, die bevorzugt auch Mitarbeiter einstellen, die Französischkenntnisse besitzen. Das Beherrschen einer zweiten Fremd-sprache kann also von großer Bedeutung sein, um sich auf dem heutigen Ausbildungsmarkt durch-zusetzen. So bietet die Realschule neben der AbschlussprĂŒfung in Französisch die Möglichkeit an, das DELF-Diplom der Stufe A2 in der 9. Klasse sowie jenes der Stufe B1 in der 10. Klasse zu erhal-ten, welche international anerkannt und zertifiziert sind. Das Beherrschen einer zweiten Fremdspra-che erleichtert zudem spĂ€ter einmal den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife. In der Gruppe III a werden auch die Grundkenntnisse in BwR und Wirtschaft und Recht in komprimierter Form ver-mittelt.

Die hauswirtschaftliche und sozialpraktische WahlpflichtfĂ€chergruppe (WPFG IIIb)

Frau Heike Mederer informierte ĂŒber den Zweig III b mit ErnĂ€hrung und Gesundheit. Dieser besteht immer aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. In der 7. Jahrgangsstufe be-fasst sich Haushalt und ErnĂ€hrung mit den Themen Planung und Organisation eines Haushalts, vollwertige ErnĂ€hrung, Nahrungszubereitung und PrĂ€sentation sowie Ess- und Tischkultur. Ein we-sentlicher Schwerpunkt liegt in der 8. Klasse auf dem Themenkomplex Nahrungszubereitung. Hier wird vor allem der Umgang mit Hygieneregeln, KrĂ€utern und GewĂŒrzen, Teiglockerung und Gar-verfahren behandelt. In der 9. und 10. Jahrgangsstufe lernen die SchĂŒler Kriterien fĂŒr eine Auswahl und Verarbeitung von Lebensmitteln kennen und befassen sich mit der Analyse bedeutsamer Le-bensmittelgruppen. Des Weiteren wird hier auf Vorratshaltung und Nahrungszubereitung mit dem sachgerechten Einsatz von SpezialgerĂ€ten und –techniken eingegangen. Auch werden Stoffwech-selvorgĂ€nge betrachtet, Grundlagen der ErnĂ€hrung erarbeitet und verschiedene ErnĂ€hrungsformen analysiert. Der Unterricht in ErnĂ€hrung und Gesundheit gestaltet sich interaktiv, handlungs- und projektorientiert. Es werden Einrichtungen, wie die Comeniusschule oder Regens-Wagner-Zell be-sucht und dort mit den SchĂŒlern projekt- und praxisorientiert gearbeitet. Auch werden externe Refe-renten regelmĂ€ĂŸig in den Unterricht eingebunden. Der Zweig „EuG“ vermittelt den SchĂŒlern also in besonderem Maße vielfĂ€ltige SchlĂŒsselqualifikationen, wie KommunikationsfĂ€higkeit, Konfliktlö-sungskompetenz, TeamfĂ€higkeit, Hilfsbereitschaft und EinfĂŒhlungsvermögen. „Damit wird die Grundlage fĂŒr nahezu alle Berufssparten geschaffen, vom Erzieher ĂŒber die Hotelfachfrau bis zum Heilpraktiker“, resĂŒmierte Frau Mederer.

Alle Möglichkeiten offen

Alle Referenten betonten, dass fĂŒr die Entscheidung im Vordergrund stehe, welche FĂ€cher dem Kind eher Spaß bereiten und wo deren Interessen liegen. Mit der Zweigwahl wird auch keine Ent-scheidung fĂŒr die weitere berufliche Laufbahn vorweggenommen. UnabhĂ€ngig von der Zweigwahl kann im Anschluss an die Realschule eine Ausbildung begonnen werden oder ein weiterer schuli-scher Weg bis zum Studium bestritten werden. GrundsĂ€tzlich gilt, dass der Realschulabschluss alle Möglichkeiten eröffnet. „Die Entscheidung, welcher Zweig den grĂ¶ĂŸten Reiz habe, liege letztendlich bei den SchĂŒlern und den Eltern“, resĂŒmiert Schulleiter Stefan Bindner.

 

 

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